Schützengesellschaft Breitenbrunn e.V.

 Mitglied im Schützengau Pegnitzgrund, BSSB, BBS und BDS

Schützengesellschaft Breitenbrunn - Chronik bis zum Jahr 2001

In den siebziger Jahren wurde schon seit längerer Zeit über die Gründung eines Schützenvereins im Ort gesprochen und so war es trotz der bereits im Ort vorhandenen Vereine, Gesangverein und Feuerwehr, und dem Sportverein in Offenhausen, möglich, am 20.12.75 im Gasthaus Meyer einen neuen Verein ins Leben zu rufen. Die Gründungsmitglieder hatte der Wunsch bewogen, sportliches Schießen im fairen Wettbewerb auszutragen.
Unter Anleitung des damaligen Gauschützenmeisters Wulf-Dieter Dahms wurde folgender Gründungsvorstand gewählt: 1. Schützenmeister Erwin Thäter (ein leidenschaftlicher Befürworter des Schießsports und der Geselligkeit), 2. Schützenmeister Erich Haas, Schriftführer Konrad Schmidt, Schatzmeister Willi Postler, 1. Schießsportleiter Georg Treml, 2. Schießsportleiter Reinhold Postler. Beisitzer: Georg Kellermann, Helmut Müller, Hans-Peter Raum, Hans Vogel und Heinz Schott. Der Gauschützenmeister bestätigte, dass es eine der größten Gründungsversammlungen des ehemaligen Landkreises Hersbruck war.

Mit viel Erfolg begann man sodann die Schießanlage zu installieren. Georg Kreis erklärte sich spontan bereit, ein Gewehr zu stiften. Heinz Schott übernahm die Kosten für zwei Schießstände. Gastwirt Meyer stellte mit seinem Saal den benötigten Schießraum kostenlos zur Verfügung.

Die erste Hauptversammlung fand am 15. Januar 1976 statt. Das Schützenmeisteramt wurde hierbei bestätigt. Das wichtigste war nun, dass die Schießbahn schnellstmöglich fertiggestellt wird. Zwei Monate später, im Februar 1976, war es dann so weit: Die Betriebsbereitschaft der Schießanlage mit vier Schießständen konnte vermeldet werden. Jedes Mitglied, das die Möglichkeit hatte, beteiligte sich aktiv an der Installation. Zum Beginn der Rundenwettkämpfe wurde von der Kronenbräu Ottensoos und von Wilhelm Kessler je ein Luftgewehr gestiftet. Der Andrang zum Trainingsschießen, das zweimal wöchentlich abgehalten wurde, war so groß, dass man sich bis spätestens 19:30 Uhr in das Schießbuch eingetragen haben musste, da sonst Wartezeiten bis zu eineinhalb Stunden drohten.

Nach rund einem Jahr nach Gründung der Schützengesellschaft hatte sich die Zahl der Mitglieder fast verdoppelt, sodass zu diesem Zeitpunkt schon absehbar war, dass es sich nicht um ein Strohfeuer handelte. Die Eintragung ins Vereinsregister folgte.

Zum Rundenwettkampf 1976 wurden zwei Herren- und eine Jugendmannschaft angemeldet. Zur Freude der Gauleitung ging sogar von Anfang an eine Damenmannschaft in das Rennen. Durch fleißiges Training stellten sich nach kurzer Zeit die ersten Erfolge ein: Aufstieg der 1. Herrenmannschaft bis in die Gauliga I, fünfmaliger Sieger unter ca. 30 Mannschaften im Damenrundenwettkampf innerhalb von 10 Jahren, Vizemeister im mittelfränkischen Bezirksentscheid der Damen, Gausieger der Jugend- und Schülermannschaft sowie Teilnahme an verschiedenen überregionalen Wettkämpfen bis hin zur Bayerischen Meisterschaft. Der Name „Breitenbrunn“ wurde alsbald überregional bekannt. Insbesondere die Damenmannschaft war wie ein Stern am Ende des oberen Hammerbachtales aufgegangen, so der damalige Gauschützenmeister Dahms. Dieser furiose Start in der jungen Vereinsgeschichte begründete im Schützengau großen Respekt und Anerkennung. Mit dem jüngsten Erfolg wurde unser Damenregiment das Aushängeschild des Schützengaus Pegnitzgrund: Die Mannschaft der SG Breitenbrunn vertrat als Rundenwettkampfsieger den Schützengau Pegnitzgrund und belegte im Rundenendkampf 2000 des Bezirks Mittelfranken den hervorragenden dritten Platz. Hierbei machte Erika Lippert als zweitbeste Schützin in Mittelfranken mit 380,5 Ringen Schlagzeilen.

Neben der Disziplin Luftgewehr begann man später auch in den Disziplinen Perkussionsgewehr und –Pistole an den Rundenwettkämpfen teilzunehmen. Zur Überraschung aller wurde die Herrenmannschaft Gaumeister im Perkussionsgewehr, obwohl man auf der eigenen Schießanlage selbst keine Möglichkeit zum trainieren hatte.

Die Gründung der Skiabteilung am 16. Juni 1980 – durch Anregung von Sportfreund Konrad Wild – sowie Beitritt zum Bayerischen Landessportverband waren weitere wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Schützengesellschaft. Ausschlaggebend hierfür war der große Anklang, den die in den Jahren zuvor durchgeführten „wilden“ Biathlonveranstaltungen gefunden hatten. Zu dieser Zeit wurde noch auf Luftballone geschossen und als Titel der Veranstaltung hatte man „Skilanglauf mit Schießen“ gewählt.
Die Idee des Biathlon wurde erstmals in unserer Region von der Schützengesellschaft aufgegriffen und hatte sich in kurzer Zeit fest etabliert. Diese Sportveranstaltung wurde bis über Mittelfranken hinaus bekannt, nicht zuletzt wegen der guten Schneelage und der exakten Vorbereitung. Der damalige Gauschützenmeister Wulf-Dieter Dahms sprach sogar von Breitenbrunn als der „Hochburg des Biathlon“. Sportliche Höhepunkte im Vereinsjahr der Skiabteilung waren das Winter- und Sommerbiathlon mit insgesamt rund 300 Teilnehmern. Letzteres titulierte man anfangs noch als „Geländelauf mit Zweistellungsschießen“.
Die eigene erfolgreiche Teilnahme konnte man an der Senioren-Skiweltmeisterschaft in Hirschau sowie an verschiedenen Laufwettbewerben, z.B. am Stadtmarathon Nürnberg, verzeichnen. Zum Spuren der Langlaufloipen schaffte sich der Verein einen Motorschlitten an und beteiligte sich an der Herstellung des Loipennetzes zwischen Eismannsberg und Deckersberg. Im Rahmen der Skiabteilung wird seit vielen Jahren Skigymnastik zur Vorbereitung auf die Wintersaison angeboten, die durch Schützenbruder Walter Högner, inzwischen zum Marathon- und Triathlonläufer avanciert, in der Turnhalle Engelthal abgehalten wird und sich auch des regen Besuches von vielen Nichtmitgliedern erfreut.

Nachdem der Vereinswirt inzwischen Eigenbedarf für seinen Saal angemeldet hatte und die Koordination der Schießbahnen, auch bei mittlerweile fünf Luftgewehrständen, für sieben Mannschaften nicht einfach war, war der Verein gezwungen, die bisherigen Planungen für einen Schützenheimbau zu forcieren und schnell in die Tat umzusetzen. Die Vereinsleitung entschloss sich, nicht neu zu bauen, sondern ins frühere „Schubhaus“ umzuziehen und dort die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten weiterzuführen. Die Heimrundenwettkämpfe mussten in der Übergangszeit in Schupf durchgeführt werden. Das ehemalige Breitenbrunner Gemeindehaus wurde in 5000 freiwilligen Arbeitsstunden innerhalb von drei Jahren zu einem schmucken Schützenhaus mit acht Schießbahnen umgebaut und im Juni 1990 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Pfarrer Polster weihte das Gebäude als „Heimstatt“ des Dorfes ein, in dem auch Bibelstunden stattfinden. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Grundstücksnachbarn war es gelungen, die schwierigen Sachverhalte „Überlassung des Schubhauses, Mietvertrag und Regelung von Grundstücksangelegenheiten“ zu ordnen.

Die Feier des 10jährigen Gründungsfestes im Jahre 1985 wurde noch im Vereinslokal Gasthaus Meyer abgehalten. Jedoch das 20jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1995 konnte aus Platzgründen nur außerhalb des neuen Schützenhauses gefeiert werden. Deshalb entschloss sich die Schützengesellschaft dieses Fest beim Schützenbruder Meister im „Stillen Bächlein“ in Egensbach zu feiern.

Die gesellschaftlichen Veranstaltungen sind vielfältig und auch hier trifft der Verein ins Schwarze. Die Palette der Festlichkeiten erstreckt sich vom Schützenball über Sonnwendfeier (einmal sogar mit Bauchtänzerinnen), Dorffest, Brunnenfest, Silvesterparty, Weihnachtfeier, Faschingsball, Bockbierfest, Weißwurstfrühschoppen, Sommernachtsfest, Vogelsuppenessen bis hin zu Saukopfessen. Maiwanderungen, Orientierungsfahrten, Schafkopfrennen und Tagesausflüge runden das gesellschaftliche Spektrum ab. Um das Interesse der Allgemeinheit am Schießsport wach zu halten und um neue Mitglieder zu werben, werden in losen Abständen Trimmschießen für Jedermann, Waffenschauen, Tag der offenen Tür, Gemeindeschießen sowie Schnupperschießen für Jugendliche abgehalten.

In diesem Jahr hat die SG Breitenbrunn wieder mit drei Mannschaften in der offenen Klasse, einer Damenmannschaft und zwei Jugendmannschaften an den Rundenwettkämpfen teilgenommen. Dieses bedeutet einen Stamm von mindestens 20 Schießsportlern. Zur Zeit beheimatet die Schützengesellschaft 126 Mitglieder und zählt damit zu den größeren Vereinen in der Gemeinde Offenhausen.

Für die nähere Zukunft strebt man mit Nachdruck die Fertigstellung der 1999 begonnen Schützenhauserweiterung um mehrere Luftgewehrstände sowie den Einbau eines 25 m-Pistolenschießstandes und einer 50 m-Kleinkaliber-Schießbahn, geeignet für den Dreistellungskampf, an. Diese Baumaßnahme mit einem Kostenvolumen von
ca. 550.000,- DM hat in den letzten beiden Jahren einen hohen Arbeitseinsatz von den Mitgliedern abverlangt und erfordert noch ein zähes Durchhaltevermögen bis zum Bauabschluss. Aus Sicht der Vereinsleitung ist diese Erweiterung mit einer Anlageninstallationen auf dem neuesten Stand der Technik dringend nötig, um die Attraktivität des Schießsports zu erhalten bzw. auszubauen und um als moderner Verein eine hohe Anziehungskraft auf die Sportschützen auszuüben.

Die hierfür geschaffene großflächige Räumlichkeit steht auch größeren Veranstaltungen der anderen ortsansässigen Vereine zur Verfügung und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Geselligkeit, des Vereinslebens und der Dorfgemeinschaft in Breitenbrunn und Umgebung.

1. Schützenmeister:
Erwin Thäter               1975 bis 1986
Hans Vogel                 1986 bis 1994
Thomas Herrlein         1994 bis heute

2. Schützenmeister:
Erich Haas                  1975 bis 1978
Hans Vogel                 1978 bis 1986
Erwin Thäter               1986 bis 2007
Claus Freiberger          2008 bis 2009
Heinz Walter               2010 bis heute

Schatzmeister:
Willi Postler                 1975 bis heute

Schriftführer:
Konrad Schmidt         1975 bis 1978
Renate Dummert       1978 bis 1980
Konrad Postler           1980 bis 2014
Horst Limmer            2014 bis heute

1. Schießsportleiter LG:
Georg Treml               1975 bis 1978
Hans Herrlein            1978 bis 1982
Hans-Peter Raum      1982 bis 1986
Heinz Dummert          1986 bis 1988
Christa Poppa            1988 bis 1994
Klaus Scharrer           1994 bis heute

2. Schießsportleiter:
Reinhold Postler         1975 bis 1978
Hans-Peter Raum      1978 bis 1982
Dieter Wild                  1982 bis 1984
Heinz Dummert          1984 bis 1986
Christa Poppa            1986 bis 1988
Heinz Walther             1988 bis 1994
Ursula Riediger          1994 bis 1996
Heidi Boesler             1996 bis heute

1. Leiter Skiabteilung:
Konrad Wild                1982 bis 1994
Reinhard Meier          1994 bis 1998
Günter Steinlein         1998 bis 2003
Skiabteilung am 9.1.2004 aufgelöst

2. Leiter Skiabteilung:
Reinhard Meier          1982 bis 1984
Walter Högner            1984 bis 1998

1. Jugendleiter:
Christa Poppa            1984 bis 1989
Ursula Riediger          1989 bis 1994
Erika Lippert               1994 bis 2007
Seit 2008 ruht der Schießbetrieb mangels Nachwuchses.

2. Jugendleiter:
Heinz Walther             1988 bis 1990
Hans Vogel                 1998 bis 2007

Gerätewart:
Konrad Wild                1996 bis 2013